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25.10.2019: HAIMER auf der EMO 2019: Technologies for smart Production

Die HAIMER-Gruppe, Weltmarktführer für Werkzeugschrumpf- und Auswuchttechnik, hat sich mittlerweile als Systemanbieter für das komplette Werkzeugmanagement etabliert und führt dieses mit großen Schritten in die Zukunft. Die Basis ist das hochwertige Produktprogramm, das von verschiedensten Werkzeugaufnahmen, Schrumpf- und Auswuchttechnik, Werkzeugvoreinstellgeräten bis hin zu Hartmetallwerkzeugen und Messtastern reicht. In darauf aufbauenden Tool Room-Lösungen bündelt HAIMER all diese Komponenten mit funktioneller, ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung. Eine neue Software, die den durchgängigen Austausch der Werkzeugdaten ermöglicht, verknüpft sie schließlich zu einem digitalen Industrie 4.0-System.

 

Schrumpftechnologie der Baureihe Industrie 4.0

Industrie 4.0-ready und netzwerkfähig präsentierte HAIMER seine Power Clamp- Schrumpfmaschinen der Baureihe i4.0. Die ergonomischen Schrumpfstationen, die sich mit ihrer patentierten NG-Spule für alle HM- und HSS-Werkzeuge im Durchmesserbereich von 3 bis 32 mm eignen, verfügen über eine intuitive, einfach bedienbare Software. Das werkstatttaugliche 7“-Touch-Display kann sogar mit dünnen Arbeitshandschuhen bedient werden. Auf Wunsch rüstet HAIMER die Power Clamp i4.0-Geräte mit einer Motorspule und einem Scanner aus, der Schrumpfparameter von Data-Matrix-Codes ausliest. So ist prozesssicheres, einfachstes und automatisiertes Schrumpfen gewährleistet.

Die Power Clamp i4.0-Baureihe deckt bereits ein breites Ausstattungsspektrum ab. Auf der EMO wurden zwei weitere neue Modelle dieser Serie vorgestellt:

Die kompakten Power Clamp Geräte Air i4.0 und Nano NG i4.0 sind wahre Spezialisten in ihrem Anwendungsgebiet. 

Die Power Clamp Air i4.0 ermöglicht eine besonders schonende und saubere konturunabhängige Kühlung aller Schrumpffutter und Schrumpfspannzangen durch Luft – ganz ohne Schmutz und Wasserrückstände. Eine LED Temperaturkontrolle sorgt für eine noch höhere Prozesssicherheit. 

Die Power Clamp Nano NG i4.0 wurde speziell für Schrumpfspannzangen und kleine Aufnahmen bis zur Größe HSK-A63 entwickelt. Der Schrumpfvorgang erfolgt horizontal, durch eine vollautomatisierte Motorspule und die Kühlung durch reine Luftzufuhr.

 

HAIMER Microset: Vermessung jetzt auch in der Y-Achse

Die VIO-Baureihe der Voreinstellgeräte von HAIMER Microset steht für höchsten Komfort und Funktionalität. Eine FEM-optimierte und thermostabile Grauguss-Konstruktion ermöglicht präzise Messergebnisse. Zudem sorgen hochdynamische, verschleißfreie Linearantriebe für präzise Langzeitqualität. Das parallel angeordnete Antriebs- und Führungssystem sorgt für optimale Kräfteverteilung und garantiert eine Messwiederholgenauigkeit von ±2 μm. Neu auf der EMO präsentierte HAIMER die VIO linear mit Y-Achse. Das Voreinstellgerät ermöglicht ein Verfahren des Optikträgers um +/-100 mm in Y-Richtung um somit auch Werkzeuge zu vermessen, deren Schneide nicht mittig angeordnet ist. Ein Anwendungsvorteil, der vor allem beim Einsatz asymmetrischer Werkzeuge zum Tragen kommt.

 

HAIMER DAC vernetzt das Werkzeugmanagement

DAC (Data Analyzer and Controller) heißt das von HAIMER entwickelte Werkzeugmanagement-System. Es managt den Austausch von Soll- und Ist-Werten sowie anderen Werkzeugdaten zwischen den einzelnen Tool Room-Stationen und stellt die Verbindung mit dem Unternehmensnetzwerk her. Im Zusammenspiel mit RFID-Datenchips, mit denen sich HAIMER-Werkzeugaufnahmen optional ausstatten lassen, oder über QR- bzw. Data Matrix-Codes (die über einen Scanner von verschiedenen Systemen ausgelesen und ausgewertet werden können), erlaubt der HAIMER DAC eine eindeutige Identifikation des Gesamtwerkzeugs. Durch die Netzwerkverbindung steuert er weitere Werkzeugdaten bei: die Anleitung für Zusammenbau, Artikelnummern, Lagerbestandsanpassung und 3D-Modelle.

Zusätzlich unterstützt er den Anwender bei der Analyse der Produktionsdaten und der Prozessoptimierung.

Geschäftsführer Andreas Haimer erklärt: „Mit dem DAC wollen wir die Digitalisierung im Werkzeugmanagement auch für klein- und mittelständische Unternehmen umsetzbar machen.“ Das Konzept ist daher von klein nach groß skalierbar. Es können flexibel sowohl bestehende Einstellgeräte sowie verschiedenste CAD/CAM-Systeme bzw. Steuerungen angebunden werden.

 

Vollautomatisierung für den Werkzeugraum

Ein weiterer Hingucker auf dem HAIMER-Stand war der HAIMER Automation Cube, eine Roboterzelle, mit der sich die Werkzeugvoreinstellung komplett automatisieren lässt. Sie enthält einen Werkzeugwagen, der mit Werkzeughaltern und Werkzeugen bestückt ist. Auf einem Voreinstellgerät Microset VIO linear toolshrink werden die Werkzeuge auf Maß eingeschrumpft und eingestellt. Nach der Abkühlung wird die Wuchtgüte des jeweiligen Komplettwerkzeugs auf einer Tool Dynamic Comfort geprüft. Das fertig montierte und geprüfte Gesamtwerkzeug wird anschließend auf einem zweiten Werkzeugwagen abgelegt und ist damit zur Verwendung freigegeben. Das komplette Handling übernimmt ein Roboter. Andreas Haimer weist darauf hin, dass jegliche Automatisierung nur dann sinnvoll und erfolgsversprechend ist, „wenn die implementierte Hardware hundertprozentig zuverlässig funktioniert. Unsere Produkte sind allesamt so robust ausgeführt und auf Langlebigkeit hin ausgelegt, dass sie höchste Prozesssicherheit gewährleisten und für jegliche Automatisierungslösungen geeignet sind.“

 

Höchste Präzision durch 0,001 mm Rundlaufgenauigkeit

Neben den Weiterentwicklungen auf digitaler Seite setzte HAIMER auf der EMO auch neue Maßstäbe in puncto Präzisionsbearbeitung. Standardmäßig werden HAIMER Aufnahmen bereits mit einer hohen Rundlaufgenauigkeit (< 0,003 mm bei 3xD) ausgeliefert. Alle HAIMER Aufnahmen werden auf G2,5 bei 25.000 1/min oder U < 1gmm feingewuchtet und unterlaufen eine doppelte 100% Kontrolle. Aufgrund ihrer verlässlichen Qualität werden die Aufnahmen u.a. von unseren Kunden aus den Branchen der Medizintechnik, Feinmechanik und Luft- & Raumfahrt eingesetzt.
Auf Kundenwunsch liefert HAIMER jetzt auch Ultra-Präzisionsschrumpffutter mit einer garantierten Rundlaufgenauigkeit von ≤ 0,001 mm und mit Feinstwuchtung auf G2,5 bei 33.000 U/min bzw. U<0,5 gmm für maximale Genauigkeit in der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung.

 

Neue Werkzeugtechnik fürs Drehen und Fräsen

Einen weiteren Fokus legte HAIMER auf Werkzeug(spann)lösungen für die Drehbearbeitung mit angetriebenen Werkzeugen. Mit HAIMER Duo-Lock™- und Schrumpfspannzangen für angetriebene Werkzeuge lässt sich der Werkzeugwechsel hochgenau und prozesssicher in der Maschine realisieren – was reduzierte Rüstzeiten zur Folge hat und damit zu Produktivitätssprüngen beiträgt. Die Schrumpfspannzangen wurden um die Größen ER 11 und ER 32 ergänzt, so dass jetzt ein durchgehendes Programm von ER 11 bis ER 32 zur Verfügung steht. Gepaart mit den neuen Schrumpfgeräten ergibt das wiederum ein perfekt aufeinander abgestimmtes System mit großem Kosteneinsparpotential für den Kunden.
Pünktlich zur EMO erweiterte HAIMER sein Programm im Bereich Duo-Lock™ zudem mit neuen Fräsgeometrien. Drei eigens für die Titanbearbeitung entwickelte Schneidgeometrien finden ihren Einsatz in einem auf der EMO ausgestellten Gemeinschaftsprojekt: einem Bremssattel aus Titan für den Bugatti Chiron. Dieser Bremssattel war dann auch ein echter Blickfang als größtes jemals additiv aus Titan gefertigtes Bauteil. Der Titan-Bremssattel entstand durch die enge Zusammenarbeit der Projektpartner Bugatti, Benz, HAIMER, SLM Solutions und Bionic Production und ist 40% leichter als der Serien-Bremssattel.
HAIMER leistete seinen Beitrag mit einer hochgenauen Sonderspindel, die in einen Winkelkopf von Benz verbaut wurde, und mit drei Duo-Lock Sonderfräsern mit PVD Beschichtung, die die komplexe Bearbeitung von Kolbenräumen und Endlagen meistern.

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